Arbeitslosigkeit

Arbeitnehmer leisten während ihrer Erwerbstätigkeit Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, die zusammen mit dem Arbeitgeberanteil direkt vom Lohn/Gehalt einbehalten werden.

Diese Beiträge berechtigen Sie, zu Zeiten der Arbeitsuche Leistungen zu beziehen.

Wenn Ihr Arbeitsverhältnis oder Ausbildungsverhältnis (gilt nicht für betriebliche Ausbildungsverhältnisse) endet, sind Sie verpflichtet, dies frühzeitig persönlich bei einer Agentur für Arbeit zu melden.

Der Anspruch auf Arbeitslosengeld wird nach Ihrer Meldung als arbeitsuchend durch die Agentur für Arbeit anhand der eingereichten Antragsunterlagen geprüft.
Anspruch auf Arbeitslosengeld haben Sie in der Regel, wenn Sie in den letzten zwei Jahren (Rahmenfrist) mindestens zwölf Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis gestanden haben (Anwartschaftszeit).

Die Dauer des Anspruchs richtet sich nach der Dauer der Versicherungspflichtverhältnisse innerhalb der um ein Jahr verlängerten Rahmenfrist und dem Lebensalter, das Sie bei der Entstehung des Anspruchs vollendet haben. Ihre mögliche Anspruchsdauer können Sie folgender Tabelle der Bundesagentur für Arbeit entnehmen.
Die Höhe der Leistungen orientiert sich an dem durchschnittlichen Bruttoarbeitsentgelt der letzten zwölf Monate vor Anspruchsbeginn. Das durchschnittliche Bruttoarbeitsentgelt wird um die pauschalierten Abzüge (Sozialversicherungspauschale, Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag) vermindert. Von diesem pauschalierten Nettoentgelt erhalten Sie entweder 60 Prozent (allgemeiner Leistungssatz) oder 67 Prozent (erhöhter Leistungssatz).

Der erhöhte Leistungssatz wird gewährt, wenn Sie (oder Ihr nicht dauernd getrennt lebender Ehegatte oder Lebenspartner, der ebenfalls unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist) ein Kind im Sinne der Steuervorschriften haben. Berücksichtigt werden dabei leibliche Kinder, angenommene Kinder und Pflegekinder.
Auf die Zahl der Kinder kommt es dabei nicht an. Es geht nur um den Nachweis, dass Sie oder Ihr Ehegatte oder Ihr Lebenspartner mindestens ein zu berücksichtigendes Kind haben.

Alle Personen, die erwerbsfähig im Sinne der Deutschen Rentenversicherung sind, d.h. mehr als 3 Stunden täglich arbeitsfähig sind, haben Anspruch auf Leistungen zum Lebensunterhalt nach Sozialgesetzbuch II (SGB II) vom Jobcenter
http://www.jobcenter-alzey-worms.de

Dienstleistungen

Welche Leistungen umfasst die Grundsicherung für Arbeitssuchende?

SGB § 4 Leistungsarten:
(1) Die Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende werden in Form von  
1. Dienstleistungen, insbesondere durch Informationen, Beratung und umfassende Unterstützung durch einen persönlichen Ansprechpartner mit dem Ziel der Eingliederung in Arbeit,
 
2. Geldleistungen, insbesondere zur Eingliederung der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in Arbeit und zur Sicherung des Lebensunterhalts der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und der mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Person, und  

3. Sachleistungen
erbracht.  

Die Geldleistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes werden als Arbeitslosengeld II und Sozialgeld bezeichnet.

Jobcenter für Arbeitsmarktintegration Alzey-Worms

Geschäftsstelle Alzey
Galgenwiesenweg 23
55232 Alzey

Tel: (06731) 9507-76
Fax: (06731) 9507-60
E-Mail: ARGE-Alzey@arge-sgb2.de

Angemessene Kosten der Unterkunft nach SGB II und SGB XII

Die Kosten der Unterkunft bei der Grundsicherung für Arbeitssuchende nach SGB II und der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach SGB XII bzw. der übrigen Hilfen zum Lebensunterhalt nach SGB XII können nur übernommen werden, wenn diese angemessen sind.

Das BSG hat Richtlinien für die Ausgestaltung des unbestimmten Rechtsbegriffes der Angemessenheit festgelegt. Aus diesem Grund haben viele Sozialhilfeträger ein schlüssiges Konzept für die Mietwerterhebung erstellen lassen.

Für den Landkreis Alzey-Worms erfolgte die erstmalige Erhebung im Jahre 2013 durch Analyse und Konzepte. Nach BGB sind qualifizierte Mietspiegel nach 2 Jahren fortzuschreiben.

Die Ergebnisse der Fortschreibung liegen inzwischen vor. Diese basiert zum einen  auf einer Indexfortschreibung, gemessen an der Entwicklung der Mieten in Rheinland-Pfalz, zum anderen auf einem Vergleich mit  konkreten Angebotsmieten im Landkreis Alzey-Worms.

Die Angebotsmieten wurden individuell bei den Wohnungsmarkttypen fortgeschrieben. Da im Wohnungsmarkttyp III zu geringe Werte vorlagen, wurden dort die Werte der Fortschreibung auf Kreisebene übernommen.

Während in der bisherigen Mietwerterhebung von 2013 die Mietobergrenzen als Netto-Kaltmiete angegeben wurden, wird nach Hinweisen der Gerichte nun auf die Angabe als Brutto-Kaltmiete (Kaltmiete + Nebenkosten abzüglich Heizkosten) umgestellt. 

Im ersten Bericht wurden die Stadt Osthofen und die damalige Verbandsgemeinde Westhofen verschiedenen Wohnungsmarkttypen zugeordnet. Dies wurde nun bei der Fortschreibung beibehalten, obwohl beide Gemeinden inzwischen zur Verbandsgemeinde Wonnegau fusioniert haben. Die Veränderung hätte lt. Analyse und Konzepte zu einem unverhältnismäßigen Mehraufwand geführt.

Zur Frage, ob das schlüssige Konzept zur Mietwerterhebung von Analyse und Konzepte von dem für uns zuständigen Sozialgericht Mainz akzeptiert wird, liegt inzwischen ein Urteil vor, das das von Analyse & Konzepte erstellte Konzept zur Ermittlung der Angemessenheit bestätigt: LSG v. 29.11.2016, L 3 AS 137/14.

Die Werte finden Sie unter der Dienstleistung Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung.

Bildungs- und Bewerbungs-Treff Alzey

Wohngeld

Das Wohngeld dient der wirtschaftlichen Sicherug angemessenen und familiengerechten Wohnens und wird als Zuschuss zur Miete (Mietzuschuss) oder zur Belastung (Lastenzuschuss) für den selbst genutzten Wohnraum geleistet.

Anspruch und Höhe sind abhängig vom jeweiligen Einkommen, der Haushaltsgröße und der Miete oder Belastung.

Die Empfänger von Leistungen nach dem Arbeitslosengeld II/Hart IV sind vom Wohngeld ausgeschlossen, wenn bei der Berechnung die Kosten der Unterkunft berücksichtigt worden sind.

Miet- und Lastenzuschuss

Wenn Sie die Miete für eine angemessene Wohnung nicht oder nicht mehr bezahlen können, haben Sie möglicherweise Anspruch auf Wohngeld. Anspruch und Höhe hängen von Ihrem Einkommen ab. Auch als Haus-oder Wohnungseigentümer oder als Heimbewohner haben Sie unter bestimmten Voraussetzungen darauf Anspruch. Wenn Ihr Einkommen zur Finanzierung einer angemessenen Wohnung nicht ausreicht, haben Sie möglicherweise auch Anspruch auf Sozialhilfeleistungen.   

Verfahrensablauf

Bei Ihrer Agentur für Arbeit erhalten Sie ein Antragsformular, auf dem das Datum Ihrer persönlichen Arbeitslosmeldung vermerkt worden ist.

Das Antragsverfahren soll für Sie so einfach wie möglich ablaufen. Deshalb erhalten sie einen Grundantrag, der sich auf die Regelleistung Arbeitslosengeld konzentriert und mit möglichst wenigen Fragen und Angaben auskommt, um die häufigsten Sachverhalte zu erfassen. Die Agentur für Arbeit prüft stets, welche Ansprüche Sie erworben haben beziehungsweise noch geltend machen können. Ein Teil Ihrer persönlichen Daten wird – wenn Ihnen das Antragsformular in der Agentur für Arbeit ausgehändigt wird – bereits für Sie auf das Antragsformular gedruckt.  

Füllen Sie den Grundantrag und eventuell ausgehändigte Zusatzblätter sorgfältig, vollständig und gut leserlich aus.

Zusatzblätter erhalten Sie, wenn die Agentur für Arbeit für Ihren Antrag weitere Angaben braucht (z.B. zu Besonderheiten bei Studierenden oder zu Sonderfällen der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung während des Leistungsbezuges).

Überprüfen Sie alle Daten vor der Abgabe des Antrages noch einmal gründlich. Vielleicht haben sich inzwischen auch Änderungen (z.B. durch einen Umzug) ergeben. Geben Sie Ihren Antrag mit allen Unterlagen möglichst persönlich ab. Damit helfen Sie, zeitaufwendige Rückfragen zu vermeiden. Die persönliche Antragsabgabe kann nur zu dem von Ihnen mit der Eingangszone oder dem ServiceCenter vereinbarten Termin erfolgen.  

Bitte bedenken Sie, dass Leistungsanträge bei Ihrer Agentur für Arbeit in großer Zahl gestellt werden und deshalb die Antragsbearbeitung eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt.

Über die Bewilligung der Leistungen erhalten Sie einen schriftlichen Bescheid, dem Sie die Höhe der Ihnen täglich und monatlich zustehenden Zahlungen entnehmen können. Das Arbeitslosengeld wird Ihnen regelmäßig monatlich nachträglich ausgezahlt (Überweisung auf das angegebene Konto oder "Zahlungsanweisung zur Verrechnung" per Post).  

Während des Bezuges von Arbeitslosengeld müssen Sie sich um einen neuen Arbeitsplatz bemühen und den Vermittlungsempfehlungen der Agentur für Arbeit Folge leisten.

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