„Spracherwerb ist Schlüssel zur Integration“

26.09.2016

Landrat Görisch überreicht Einbürgerungsurkunden

26 Frauen, Männern, Jugendlichen und Kindern aus dem Landkreis Alzey-Worms überreichte Landrat Ernst Walter Görisch bei einer Feierstunde im Kulturzentrum des Landkreises Einbürgerungsurkunden. Die neu Eingebürgerten stammen aus insgesamt 20 Herkunftsländern, unter anderem aus Sierra-Leone, der Türkei, Thailand, Togo und Kolumbien. Gleich drei Personen sind gebürtige Briten. Einer der neuen Staatsbürger ist Jovan Smigic. Der aus Serbien stammende Jugendliche ist mit seiner Familie bereits seit Jahrzehnten in Alzey beheimatet. Es ist hier bestens integriert, Laufen ist sein großes Hobby. Jovan ist Mitglied der LG Wahlheim-Esselborn, trainiert beim USC Mainz und ist bei der Alzeyer Laufgruppe „Team Gasser“  mit dabei. „Ich bin froh, jetzt die deutsche Staatsangehörigkeit zu besitzen, da ich gerne im nächsten Jahr bei den deutschen Meisterschaften starten möchte“, freut sich Jovan, dass ihm diese Möglichkeit nun offen steht      „Mit dem Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit verbunden sind zahlreiche Rechte und auch Pflichten. Von nun an können Sie wählen und sich wählen lassen, Sie haben das Recht, sich selbstständig zu machen und innerhalb der EU sowie in zahlreiche Länder der Welt ohne Visum zu reisen“, erläuterte der Kreischef. Es sei wichtig, dass Integration als beidseitiger Prozess gelinge und die neu Eingebürgerten sich verantwortungsbewusst in die Gesellschaft einbringen. 154 Bürgerinnen und Bürger konnten im Jahr 2014 im Landkreis Alzey-Worms eingebürgert werden, 163 waren es im vergangenen Jahr. Eingebürgert werden kann, wer seit acht Jahren seinen rechtmäßigen Wohnsitz im Inland hat, sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes bekennt, seinen Lebensunterhalt ohne öffentliche Unterstützung bestreitet, nicht wegen einer Straftat verurteilt wurde und ausreichende Deutschkenntnisse nachgewiesen hat. Ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Staaten der Europäischen Union haben die Möglichkeit, ihre bisherige Staatsangehörigkeit beizubehalten und eine Doppelstaatsangehörigkeit zu erlangen. 22 der eingebürgerten Männer und Frauen nutzten diese Möglichkeit. Gemeinsam gelobten sie, die Rechte und Gesetze der Bundesrepublik Deutschland zu achten und alles zu unterlassen, was ihr schaden könnte. „Als Landkreis sind wir bemüht, gemeinsam mit Bund und Land sowie den unterschiedlichen Verbänden und Organisationen auch für eine soziale und gesellschaftliche Integration zu sorgen“, so Görisch. Das Land befinde sich im demografischen Wandel und zugleich aber auch im globalen wirtschaftlichen Wettbewerb. Deshalb sei Zuzug immens wichtig, um wettbewerbs- und konkurrenzfähig zu bleiben. Talente und Potenziale von Menschen mit Migrationshintergrund müssten erkannt und gefördert werden. „Wir als Landkreis haben es uns zur Aufgabe gemacht, ein Integrationskonzept zu erarbeiten, um damit insbesondere die gleichberechtigte Teilhabe der steigenden Zahl der Migrantinnen und Migranten in allen Lebensbereichen, die Intensivierung des gesellschaftlichen Dialogs und die Teilhabe an politischen Entscheidungen bestmöglich zu gewährleisten“, informierte der Kreischef. Zum Erwerb der deutschen Sprache biete unter anderem die Kreisvolkshochschule Sprach- und Integrationskurse. „Sie alle haben mit der erfolgreichen Teilnahme am Integrationskurs Ihre Motivation bewiesen, Teil unserer Gesellschaft zu werden und sich mit unseren Werten zu identifizieren“, betonte Görisch. Die musikalische Umrahmung der Feierstunde hatte Musiklehrer Horst Haub  übernommen. Er begeisterte mit meisterhaft vorgetragenen Klavierwerken des italienischen Komponisten Ludovico Einaudi. 

Landrat ernst Walter Görisch (3.v.r.) überreichte im Saal des Kulturzentrums Einbürgerungsurkunden.
Landrat ernst Walter Görisch (3.v.r.) überreichte im Saal des Kulturzentrums Einbürgerungsurkunden.

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