„Gesellschaftliche Entwicklung in Gestaltung der Gemeinden aufnehmen“

16.12.2015

Dorfwettbewerb: Landrat ehrt Sieger

Dorfentwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen der Gemeinden, Bürgerschaftliches Engagement, Baugestaltung und -entwicklung sowie die Grüngestaltung der Dörfer sind wichtige Kriterien, um beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ Punkte zu sammeln. „Die Entwicklung der Städte und Gemeinden ist von besonderer Bedeutung. Für eine nachhaltige Innenentwicklung und attraktive Gestaltung der Ortskerne ohne Leerstände ist es wichtig, gesellschaftliche Entwicklungen wie den demografischen Wandel aufzunehmen und bei den Planungen zu berücksichtigen. Somit können Voraussetzungen geschaffen werden, dass auch in Zukunft Menschen jeden Alters gut in unseren Gemeinden leben können“, so Landrat Ernst Walter Görisch. Mit Unterstützung einer Dorfmoderation, die Impulse und Anregungen vermittelt, sowie durch Dorferneuerungs- und Dorfentwicklungskonzepte seien vielerorts zukunftsweisende Initiativen der Bürgerinnen und Bürger entstanden, bei denen Gemeinschaftssinn in den Ortsgemeinden einen wichtigen Stellenwert einnehme, dankte  der Kreischef den beteiligten Gemeinden sowie der Jury für das geleistete Engagement. Der Wettbewerb schaffe Bewusstsein für aktuelle Themen und Herausforderungen der Zukunft, wie z.B. die älter werdende Gesellschaft oder eine nachhaltige Energieversorgung.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Kreisverwaltung Alzey-Worms überreichte der Landrat Urkunden an die Vertreter der siegreichen Ortsgemeinden und Stadtteile. Fünf Gemeinden hatten sich in der Hauptklasse, sechs in der Sonderklasse beteiligt. In der Hauptklasse des Kreisentscheids sicherte sich die Ortsgemeinde Wallertheim, die 2015 zum  ersten Mal beim Wettbewerb mit dabei war, den zweiten Platz in der Hauptklasse. Aus den Impulsen der Dorfmoderation, die 2007  stattfand, hat die Gemeinde in unterschiedlichen Arbeitsgruppen ein Dorfentwicklungskonzept erstellt. Dabei legt die Weinbaugemeinde Wert auf die nachhaltige Entwicklung als Wohnstandort. Die Erschließung von Baugebieten, die Einrichtung einer sozialen Wohnanlage für behinderte Menschen, die Schaffung des Generationentreffs und eines Weinpavillons mit Unterstützung des LEADER-Programms sind einige Projekte, die bereits realisiert werden konnten.

Als  Erstplatzierte  in der Hauptklasse des Kreisentscheids überzeugte die Ortsgemeinde Esselborn, die sich ebenfalls 2015 erstmals am Wettbewerb beteiligte, durch vielfältige Initiativen. Als einzige der teilnehmenden Ortsgemeinden präsentierte Esselborn der Jury  ein ökologisches Konzept für den Außenbereich, das engagiert umgesetzt wird. Gepflegte Biotope werden zur Umweltbildung und Erholung genutzt. Trotz enger Hauptstraßen überrascht das Dorf mit vielen gepflegten Beeten, die das Engagement der Anwohner erkennen lassen. Mitglieder aller Altersgruppen sind in den Vereinen vertreten, die die Entwicklung des Dorfes tatkräftig unterstützen. 

Als dritter Sieger in der Sonderklasse des Kreisentscheids punktete der Alzeyer Stadtteil Heimersheim. Das durch Weinbau geprägte Dorf überzeugte mit seiner attraktiv gestalteten Ortsmitte, mit dem sanierten Rathaus, der evangelische Kirche und der ehemaligen Pumpstation. Dabei wird Wert darauf gelegt, das durch fränkische Hofreiten geprägte Ortsbild zu erhalten. Das Aufstellen einer Gestaltungssatzung hat dazu beigetragen, dass die ortsbildprägenden Bausubstanzen nach historisch dörflichem Vorbild instandgesetzt wurden. Die Nutzung regenerativer Energien für den historischen Ortskern, die Gestaltung der Dorfmitte entlang des Baches und weitere Begrünungen sind Ziele, die in Zukunft realisiert werden sollen. Viele Einwohner  engagieren sich in Vereinen und bei  vielfältigen kulturellen Initiativen.  

Mit zukunftsweisendem Entwicklungskonzept und vielfältigen wirtschaftlichen Initiativen überzeugte Monsheim die Jury und konnte so den zweiten Platz in der Sonderklasse des Kreisentscheids, den sechsten Platz in der Sonderklasse des Gebietsentscheids und Bronze im Landesentscheid für sich verbuchen. Mit der Planung einer neuen Kindertagesstätte sowie eines Mehrgenerationenhauses ist Monsheim im Hinblick auf die demografische Entwicklung gut aufgestellt. Im Gewerbegebiet werden rund 400 Arbeitsplätze mit Möglichkeit zur Erweiterung vorgehalten, die Bezirkswinzergenossenschaft bietet Aufnahmekapazitäten für Winzer aus 23 Gemeinden.

Über ein ausgezeichnetes und sehr aktives Vereinsleben verfügt die Ortsgemeinde Eppelsheim, die für ihr überragendes Engagement mit ersten Plätzen in der Sonderklasse des Kreis- und des Gebietsentscheids sowie mit Gold in der Sonderklasse des Landesentscheids ausgezeichnet wurde. Bürgerschaftliches Engagement wird in der aktiven Gemeinde, die seit 2003 beim Wettbewerb mit dabei ist, sehr groß geschrieben. Durch Konzepte zur Innenentwicklung konnte der gewachsene zentrale Kern der Gemeinde erhalten und zukunftsfähig für nachfolgende Generationen ausgebaut werden. Mit der Errichtung des Scheunencafés als beliebter Treffpunkt aller Generationen in unmittelbarer Nähe zum Rathaus mit Ortsverwaltung und Museum konnte die Ortsmitte von Eppelsheim harmonisch weiterentwickelt werden. Seit 2000 wurden in Eppelsheim insgesamt 37 private Vorhaben der Dorferneuerung gefördert. Aus dem Dorferneuerungsprogramm wurden für die Durchführung dieser Maßnahmen insgesamt rund 314 647 Euro bewilligt. Das damit ausgelöste Investitionsvolumen betrug rund zwei Millionen Euro. „Im Rahmen der Dorferneuerung 2014/2015 betrug die Investitionssumme für öffentliche Maßnahmen rund 2,1 Millionen Euro, die Fördersumme rund 1,1 Millionen Euro. Private Maßnahmen sind mit einer Investitionssumme in Höhe von von 4,7 Millionen Euro beziffert und konnten mit rund 1,2 Millionen Euro gefördert werden“, informierte Landrat Görisch. 

Landrat Ernst Walter Görisch (Mitte) übereichte Urkunden an die Vertreter der siegreichen Gemeinden: Hans-Friedrich Helbig, Alzey-Heimersheim ( 4.v.l.), Nicole Zimmer, Eppelsheim (5.v.l.), Markus Pinger, Esselborn (5.v.r.), Michael Röhrenbeck, Monsheim (4.v.r.) und Karla Martin, Wallertheim (2.v.r.). Mit dabei: Nicole Becker-Mutschler, Kreisverwaltung (l.), Hans-Günther Kissinger , Jury (2.v.l.), Marlene Koch, Jury (3.v.l.), Cordula Kühn, Eppelsheim (3.v.r.) und Hans-Jürgen Nolte, Eppelsheim (r.).
Landrat Ernst Walter Görisch (Mitte) übereichte Urkunden an die Vertreter der siegreichen Gemeinden: Hans-Friedrich Helbig, Alzey-Heimersheim ( 4.v.l.), Nicole Zimmer, Eppelsheim (5.v.l.), Markus Pinger, Esselborn (5.v.r.), Michael Röhrenbeck, Monsheim (4.v.r.) und Karla Martin, Wallertheim (2.v.r.). Mit dabei: Nicole Becker-Mutschler, Kreisverwaltung (l.), Hans-Günther Kissinger , Jury (2.v.l.), Marlene Koch, Jury (3.v.l.), Cordula Kühn, Eppelsheim (3.v.r.) und Hans-Jürgen Nolte, Eppelsheim (r.).

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