Die Regionale Gesundheitskonferenz im Landkreis Alzey-Worms

Was ist die Regionale Gesundheitskonferenz?

Die Ottawa-Charta von 1986

Die Charta wurde auf der Konferenz vom 21.11.1986 in Ottawa von den Mitgliedern der WHO verabschiedet. Sie bedeutet ein Paradigmenwechsel der Verhütung von Krankheit (Morbiditätsansatz) hin zu Herstellung von Gesundheit (Salutogenese). Gesundheitsförderung besteht in der Erkenntnis, dass Gesundheit primär im Alltag und nicht im Gesundheitswesen „hergestellt“ wird. Sie sieht Gesundheitsförderung in der Entwicklung einer gesundheitsfördernden Gesamtpolitik, wie das Schaffen gesundheitsfördernder Lebenswelten, Unterstützung von gesundheitsbezogenen Gemeinschaftsaktionen, Entwicklung persönlicher Kompetenzen und die Neuorientierung von Gesundheitsdiensten. Individuenorientiert würde das heißen: Gesundheitsfördernde Maßnahmen bedeutet, Personen zu helfen, gesundheitsgefährdende Lebensstile abzubauen und gesundheitsförderliche Lebensstile zu stärken.

Umsetzung der Ottawa-Charta in Deutschland

Zusammen mit anderen europäischen Regierungen wurde die Ottawa Charta inzwischen auch in Deutschland als Grundsatz- und Leitdokument akzeptiert.  In Rheinland-Pfalz findet Gesundheitsförderung in der Reform des öffentlichen Gesundheitsdienstes von 1995 seinen Niederschlag. Das Gesetz erteilt den Auftrag zur Gesundheitsförderung und Prävention an das Gesundheitsamt, als Instrument hierfür sollen Regionale Gesundheitskonferenzen gebildet werden.

Regionale Gesundheitskonferenzen nach der Reform des öffentlichen Gesundheitsdienstes

Gesundheitskonferenzen sollen der Erstellung eines ressortübergreifenden regionalen Gesundheitsplanes, der Entwicklung von Modellprojekten, sowie der Förderung regional vernetzter Strukturen im Bereich der gesundheitlichen Versorgung dienen. Konkret bedeutet dies:

  • Festsetzung von Gesundheitszielen und Beschlussfassung über deren Planung,
  • Erstellung von Kosten-Nutzen-Analysen vor der Verwirklichung geplanter Maßnahmen,
  • Erörterung von Kostenfragen und Suche nach gemeinsamen Finanzierungsmodellen,
  • Auswahl, Diskussion und Änderung der Inhalte einer regionalen Gesundheitsberichterstattung.

Die Ausgestaltung der regionalen Gesundheitskonferenzen soll in der jeweiligen Region unter der Beachtung der Problemschwerpunkte und der institutionellen und personellen Rahmenbedingungen erfolgen.

Was bedeutet Regionale Gesundheitskonferenz

Die Regionale Gesundheitskonferenz ist eine an Regeln wie Freiwilligkeit, Bewahren von Eigenständigkeit und Arbeiten nach dem Konsens- und Öffentlichkeitsprinzip gebundene Form der Zusammenarbeit von örtlichen Akteuren, die eine Verbesserung der gesundheitlichen Lebensbedingungen und Lebensweisen, sowie der gesundheitlichen Versorgungsstruktur anstreben. Sie formuliert Empfehlungen und bahnt Wege der Umsetzung.

Beziehung zur kommunalen Politikebene

Am 22.Oktober 2001 wurde im Landkreis Alzey-Worms die Regionale Gesundheitskonferenz eingeführt. Die Verantwortlichen im Landkreis Alzey-Worms unterstützen die Arbeit der Regionalen Gesundheitskonferenz und deren Ziele. Sofern die vom Leitungsteam verabschiedeten regionalen Gesundheitsziele, Maßnahmen und Empfehlungen die kommunale Politikebene betreffen, werden sie dem Landrat vorgestellt. Der Landrat empfiehlt bei kommunalpolitisch relevanten Themen die politische Ebene, auf der die Vorschläge vorgestellt werden können.

Zielgruppen der Regionalen Gesundheitskonferenz

Es können Lebensbereiche verschiedener Bevölkerungsgruppen thematisiert werden. Zusammen mit den maßgeblich örtlichen Akteuren können so regionale gesundheitsfördernde und unterstützende Maßnahmen erarbeitet werden.

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