Akzeptanz für queere Lebensweisen: Fachkräfte informiert

15.09.2020

Vielfalt der Lebensmodelle im Mittelpunkt

Was verbirgt sich hinter den Begriffen Queer, trans oder Heteronormativität? Wie können junge Menschen bei ihrem Coming-Out in der Schule oder der Familie begleitet werden? Diese Fragen waren Thema beim Seminar „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Arbeit mit Jugendlichen und ihren Familien“, die von der Gleichstellungsstelle/Frauenbüro des Landkreises Alzey-Worms initiiert worden war. Durchgeführt wurde die Veranstaltung von Frank Grandpierre, Regionalkoordinator der Projektes Familienvielfalt für die Region Mainz und Referent von Queernet RLP e.V. Insgesamt 20 Fachkräfte aus dem Bereich Schulsozialarbeit, Jugendarbeit und Familienhilfe nahmen teil. „Das Jugendalter ist oft eine Zeit von Unsicherheit und Selbstfindung und hier erkennen einige Jugendliche, dass ihre sexuelle und geschlechtliche Identität sich von der anderer   Gleichaltriger unterscheidet. Diese Jugendlichen geraten in Widerspruch zu den Erwartungen, die vom Elternhaus, der Freundesclique, ihrem sozialen und gesellschaftlichen Umfeld ausgesprochen oder unausgesprochen an sie herangetragen werden“, so die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Alzey-Worms, Dr. Vera Lanzen. Vom eigenen Umfeld werde meist erwartet, eine heterosexuelle Beziehung einzugehen bzw. sich heterosexuell zu verhalten. Junge Menschen, die dem nicht entsprechen, durchleben oftmals eine Zeit der Neu-Findung, die von Verunsicherung geprägt ist. Nach aktuellen Umfragen outen sich Jugendliche und junge Erwachsene nur ungern im nahen sozialen Umfeld, wie Schule, Freundeskreis oder Familie, da sie Angst vor Zurückweisung und Ablehnung haben: Konflikte mit dem Elternhaus, soziale Isolation durch die Freunde, Mobbing in der Schule oder am Ausbildungsplatz können zu Existenznöten, Leistungsabfall, Suchtverhalten oder gar Suizidgedanken führen. Die Jugendlichen stehen in ihrem Identitätsbildungsprozess vor doppelten Herausforderungen und werden dabei vielfach „übersehen“. Es ist daher notwendig, dass Fachkräfte, die mit den Jugendlichen etwa im Rahmen der Jugendarbeit oder Schulsozialarbeit zusammenarbeiten, Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen, Phasen des Coming-Outs oder typische Probleme der jungen Menschen informiert sind, um sie und ihre Familien bestmöglich zu begleiten. Queernet RLP e.V. bietet unterschiedliche Fortbildungsangebote für verschiedene Arbeitsfelder an und informiert umfassend und fachlich fundiert zum Thema. Weitere Informationen unter https://www.queernet-rlp.de/ ~wMe ~

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