Verringerte Einkünfte: Staatliche Leistungen beantragen

07.04.2020

Anträge an Wohngeldstelle oder Jobcenter / Verfahren vereinfacht

Die Wohngeldstelle des Landkreises Alzey-Worms weist darauf hin, dass sich für Bürgerinnen und Bürger, die statt ihres üblichen Einkommens derzeit ein Kurzarbeitergeld erhalten, eventuell ein Anspruch auf Wohngeld ergeben könnte. „Insbesondere Beschäftigte mit Kurzarbeitergeld und selbstständig tätige Personen mit verringerten Einkünften erwerben damit vielfach erstmals Anspruch auf Wohngeld. Dieses ermöglicht, sich auch in schwierigen Zeiten die bisherige Miethöhe weiter leisten zu können“, so die Leiterin der Sozialabteilung der Kreisverwaltung Alzey-Worms, Andrea Maurer.   Weiterhin weist die Behörde darauf hin, dass bei komplettem Wegfall der Einkünfte bei Erwerbstätigen oder Selbstständigen kein Wohngeld, sondern Ansprüche auf SGB II-Leistungen des Jobcenters in Frage kommen. Das Jobcenter Alzey-Worms ist telefonisch über eine Hotline unter der Telefonnummer (06731) 9507-555 erreichbar. Weiterhin müssen Selbstständige vorrangig vor Wohngeld die Leistungen des Sozialschutz-Paketes für Selbstständige der Bundesregierung in Anspruch nehmen. Erst danach kann ein eventueller Wohngeld-Anspruch zum Tragen kommen.

Aufgrund der aktuellen Lage und der Fülle von Neuanträgen auf Wohngeld hat der Gesetzgeber reagiert und vereinfachte Bearbeitungsmöglichkeiten für die Wohngeldbehörden eröffnet. Deshalb sollten Bürger, die z.B. wegen Kurzarbeit weniger Einkommen zur Verfügung haben, bei der Wohngeldstelle der Kreisverwaltung einen „formlosen“ Antrag auf Wohngeld stellen. Hierfür genügt es, wenn sie schriftlich oder per mail dies erklären u. Angaben über die Höhe ihrer Miete, die Anzahl der Haushaltsmitglieder sowie des derzeitigen monatlichen Einkommens nennen. Vordrucke sind auf der Homepage www.kreis-alzey-worms.de unter „Wohngeld beantragen“ abrufbar. Mit diesem formlosen Antrag ist die Frist gewahrt, ein ausführlicher Antrag kann dann nachgereicht werden. Eine endgültige Berechnung von Wohngeld aufgrund von Bezügen von Kurzarbeitergeld ist ohnehin erst nach Vorlage eines Nachweises über die Höhe des Kurzarbeitergeldes möglich. Bürger, die keine Mietwohnung, sondern ein Eigenheim haben, können unter Umständen Ansprüche auf Lastenzuschuss haben, wenn sich ihre regulären Einkünfte verringert haben.   

Das Sozialamt bittet derzeit von persönlichen Vorsprachen abzusehen. Die Mitarbeiter sind aber telefonisch erreichbar (Telefonnummern auf der Homepage). Wenn Originale eingesandt werden, können diese kopiert und wieder zurückgeschickt werden. Die Verwaltung ist bemüht, zeitnah die Anträge zu bearbeiten, was aktuell in Anbetracht der Fülle und der auch bei den Mitarbeitern vorgenommenen Maßnahmen durch Schichtbetrieb, zusätzlich erschwert ist.

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