Schulstandorte in Wörrstadt nachhaltig sichern

13.02.2020

Hohe Investitionen getätigt / Viele Schülerinnen und Schüler aus Mainz-Bingen

Für den dauerhaften Erhalt und die Stärkung des Realschul-plus-Standortes Wörrstadt haben sich die Mitglieder des Kreisausschusses in ihrer jüngsten Sitzung ausgesprochen. Einstimmig votierte das Gremium für die von der Verwaltung vorgelegte Stellungnahme. Nachdrücklich bittet der Landkreis in dieser die Schulaufsichtsbehörde, keine neuen Schulstandorte zuzulassen, die den Standort Wörrstadt schwächen. Die Stellungnahme war aufgrund einer intensiven Standortanalyse erarbeitet worden. Hintergrund des Beschlusses ist ein Antrag des Landkreises Mainz-Bingen aus dem Jahr 2019 auf schulbehördliche Genehmigung zur Neuerrichtung einer Realschule plus in integrativer Form in Nieder-Olm. Die Entscheidung über diesen Antrag war vom Ministerium für Bildung und Forschung zurückgestellt und der Landkreis Mainz-Bingen aufgefordert worden, bei der Stadt Mainz und dem Landkreis Alzey-Worms als benachbarte Gebietskörperschaften eine Stellungnahme hierzu einzuholen. „Die Mitarbeiterinnen des Bildungsmonitorings der Kreisverwaltung Alzey-Worms haben eine genaue Analyse des Schulstandortes Wörrstadt erarbeitet. Hierbei wurden die Entwicklung der Schülerzahlen an den dort in der Trägerschaft des Landkreises stehenden Schulen - der Erich-Kästner Realschule plus und der Rheingrafen-Realschule plus und Fachoberschule - seit dem Jahr 2014 bis 2019, die Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Alzey-Worms bis 2040 und die künftigen Einschulungszahlen auf Landkreisebene und für die Verbandsgemeinde Wörrstadt in die dortigen Grundschulen bis zum Jahr 2025 untersucht, aufbereitet und entsprechen evaluiert“, informiert Landrat Heiko Sippel. Auch seien die Geburtszahlen und das Schulwahlverhalten sowie die Zahl der bisher aus dem Landkreis Mainz-Bingen und insbesondere aus der Verbandsgemeinde Nieder-Olm einpendelnden Schülerinnen und Schüler bei der Auswertung berücksichtigt worden. Zudem habe man in die Betrachtung den möglichen Anteil zusätzlicher Schülerinnen und Schüler durch geplante neue Baugebiete und Wohneinheiten in der Verbandsgemeinde Wörrstadt einbezogen. Nach den Ergebnissen der Standortanalyse pendeln ein Drittel der Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Mainz-Bingen ein. Davon wiederum stammen jeweils gut zwei Drittel aus der Verbandsgemeinde Nieder-Olm. Rund 190 Schülerinnen und Schüler kommen täglich aus der Nachbar VG nach Wörrstadt. Aus der VG Rhein-Selz stammen mehr als 60 Wörrstädter Realschüler. Die Eröffnung eines weiteren Schulstandortes im Nachbarlandkreis Mainz-Bingen würde die selbstständige Existenz der beiden betroffenen Schulen auf Dauer gefährden, da Realschulen plus zumindest eine Zweizügigkeit in allen Jahrgängen aufweisen müssen und diese dann nicht mehr gegeben sei. Die Rheingrafen-Realschule plus würde dann statt drei- nur noch zweizügig laufen und die Erich-Kästner-Realschule plus würde von der Zwei- auf eine   1,3-Zügigkeit reduziert. Hinzu komme, dass die Realschulen plus in Wörrstadt im Bereich der Digitalisierung gut aufgestellt seien und der Landkreis Alzey-Worms in den vergangenen Jahren mit der Förderung des Landes und des Förderprogramms KI 3.0 hohe Investitionen in die Modernisierung und energetische Sanierung von Gebäuden sowie von Unterrichts- und Fachräumen getätigt habe. Im Falle einer Schulschließung müssten diese Zuschüsse möglicherweise zumindest teilweise zurückgezahlt werden. Bei der Rheingrafen-Realschule plus und Fachoberschule beliefen sich die Investitionen im Baubereich seit 2014 auf rund 2,2 Millionen Euro und bei der Neuausstattung von Räumen seit 2016 auf rund 180.000 Euro. Weitere Baumaßnahmen zum Brandschutz und zur Barrierefreiheit in Höhe von rund zwei Millionen Euro stünden an. Bei der Erich-Kästner-Realschule plus seien die bauseitigen Investitionen seit 2015 mit 440.000 Euro und die Investitionen in die Raumausstattung mit rund 160.000 Euro zu beziffern. Derzeit liefen Arbeiten zur Sanierung der alten Sporthalle in Höhe von rund 3,8 Millionen Euro.      Drüber hinaus verfüge der Standort Wörrstadt über eine hervorragende Verkehrsanbindung und sei mit dem ÖPNV sehr gut zu erreichen. ~wMe ~

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