Im Alter selbstbestimmt in vertrautem Umfeld leben

22.09.2020

Unterüberschrift der Meldung

Im Alter selbstbestimmt in vertrautem Umfeld zu leben ist der Wunsch vieler. Um dieser Vorstellung von der Gestaltung des Lebens im Alter entsprechen zu können und die hierfür notwendigen pflegerischen Angebote für die wachsende Zahl älterer und somit perspektivisch auch pflegebedürftiger Menschen sicherzustellen und weiterzuentwickeln, schreibt der Landkreis Alzey-Worms die Pflegestrukturplanung nach dem gesetzlichen Auftrag und mit fachlicher Unterstützung des Instituts „Transfer – Unternehmen für soziale Innovation“ fort. Im Rahmen eines Workshops diskutierten Adressaten der Regionalen Pflegekonferenz - Pflegedienste, Anbieter stationärer Angebote, Mitarbeitende der Pflegestützpunkte, Bürgermeister der Verbandsgemeinden und Städte im Landkreis, Seniorenbeauftragte und Vertreter des Sozialausschusses des Kreises - über den Ist-Zustand, Optimierungsmöglichkeiten und neue Entwicklungen. Auch ein Beispiel für neue Wohnformen im Alter wurde präsentiert.    „Ältere Menschen sind ein wichtiger und wachsender Teil der Gesellschaft. Auch in Folge der zuletzt 2010 erfolgten Fortschreibung der Pflegestrukturplanung ist der Landkreis heute mit einer breiten Palette pflegerischer Angebote und Beratungsangebote - auch im Vorfeld der Pflege - bereits gut aufgestellt“, betonte Landrat Heiko Sippel. Pflegestützpunkte, bei denen die Kreisverwaltung Träger der Beratungs- und Koordinierungskräfte ist, die Gemeindeschwester plus, die Schaffung von Netzwerken auf örtlicher Ebene, die auch engagierte Ehrenamtliche unterstützen, ambulante Wohngemeinschaften und Tagespflege seien Beispiele kommunaler Initiativen und Vernetzung, die sich in den vergangene Jahren weiter entwickelt hätten. Wichtig sei es jetzt, neue Impulse und Entwicklungen aufzunehmen und in den kommenden Jahren bedarfsgerecht umzusetzen.    „Jeder will alt werden, aber keiner will alt sein“, sagte der Moderator der Veranstaltung und Leiter des Unternehmens „Transfer“, Thomas Schmitt-Schäfer. Er betonte, dass unter anderem Möglichkeiten der Tagespflege in den vergangenen immer stärker nachgefragt werden. Die Zahl der Bewohner von Pflegeheimen bewege sich hingegen auf einem gleichbleibenden Niveau. Eine Befragung der Ortsbürgermeister habe ergeben, dass Angebote wie der Öffentliche Personennahverkehr, Bürgerbusse, Angebote in den Bereichen Freizeit, Kultur und Sport sowie organisierte Nachbarschaftshilfe in vielen Gemeinden bereits vorhanden seien und gerne auch von Senioren genutzt werden.   „Was muss in den Verbandsgemeinden getan werden, damit Pflegebedürftige heute und zukünftig gut versorgt sind?“, lautete die Frage, mit der sich die Workshop-Teilnehmer in Arbeitsgruppen auseinandersetzten. Es sei eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, über die künftigen Möglichkeiten der Pflege und Betreuung nachzudenken und die Versorgungsstruktur frühzeitig weiterzuentwickeln, so das Fazit.      Ein Beispiel für alternative Wohnformen im Alter präsentierte Elke Prämaßing mit dem Beispiel der Wohn-Pflege-Gemeinschaft „Villa Clara“. „Gemeinsam statt einsam“ lautet das Motto der Wohngemeinschaft mit 12 Bewohnern, die künftig selbstbestimmt in einem seniorengerechten Haus mit möglicher Vollversorgung im ländlich strukturierten Rhein-Hunsrück-Kreis leben werden und sich Gemeinschaftsräume wie ein Wohnraum, Esszimmer und Küche teilen. „In Gemeinschaft leben und in Würde alt werden ist das Ziel“, betonte Prämaßing, die das Projekt das Herzensprojekt seit 2016 plant und begleitet.   „Die Ergebnisse des Workshops werden in die Pflegestrukturplanung mit aufgenommen“, betonte die Leiterin der Sozialabteilung der Kreisverwaltung Alzey-Worms, Andrea Maurer.    ~

In Arbeitsgruppen erarbeiteten die Teilnehmer künftige Ziele der Pflegestrukturplanung.
In Arbeitsgruppen erarbeiteten die Teilnehmer künftige Ziele der Pflegestrukturplanung.
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© 2007-2021 Kreisverwaltung Alzey-Worms - Alle Rechte vorbehalten
 
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