Abfallmenge reduzieren und Anreize schaffen

12.04.2019

Abfallwirtschaftsbetrieb: Werksausschuss beauftragt Beratungsbüro mit der Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzeptes

Wie lauten die Ziele der Kreislaufwirtschaft und des kommunalen Stoffstrommanagements? Welche Maßnahmen werden im Landkreis Alzey-Worms bereits zur Abfallvermeidung und -beseitigung sowie zum Recycling getroffen und um welche Punkte soll der Katalog erweitert werden? Welche Entsorgungswege sind aktuell vorgesehen und wie können diese weiter optimiert werden? Fragen, auf die das Abfallwirtschaftskonzept des Landkreises Alzey-Worms Antworten findet.

Entsprechend des Kreislaufwirtschaftsgesetzes ist der Landkreis als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger dazu angehalten, ein solches Konzept aufzustellen und dieses im Fall wesentlicher Änderungen, spätestens alle fünf Jahre, fortzuschreiben. Nachdem das im Jahr 1992 erstellte Abfallwirtschaftskonzept zuletzt im Jahr 2014 fortgeschrieben wurde, beauftragte der Werksausschuss in seiner jüngsten Sitzung das Beratungsbüro _teamwerk_AG Mannheim mit der Erstellung der 7. Fortschreibung. „Ein wichtiger Bestandteil der Analyse soll dabei auch sein, wie im Landkreis die Abfallmenge pro Kopf reduziert und Anreize zur Abfallvermeidung geschaffen werden können“, betonte Landrat Ernst Walter Görisch. Mit 541 Kilo pro Einwohner im Jahr befinde sich der Kreis im oberen Drittel des kommunalen Rankings, wie Görisch zu bedenken gab. Zwar enthält das Gebührensystem bereits seit 1999 die Möglichkeit, ein sogenanntes „Sparvolumen“ für Bio- und Restabfalltonnen zu wählen, um so Haushalte, die weniger Rest- und oder Bioabfall produzieren, mit einem Gebührennachlass zu belohnen, jedoch fällt das Restabfallaufkommen innerhalb der Kreisgrenzen mit knapp 180 Kilo pro Einwohner im Jahr immer noch verhältnismäßig hoch aus. „Die Gründe hierfür sind vielfältig und müssen daher im Detail reflektiert werden“, so der Kreischef. Eine Maßnahme zur weiteren Schaffung von Anreizen zur Abfallvermeidung könnte laut Görisch und des Leiters des Abfallwirtschaftsbetriebes, Elmar Marx, möglicherweise die Einführung eines „Identsystems“ sein. So könnte künftig die Berechnung der Abfallgebühren nicht mehr, wie es bislang der Fall ist, haushaltsbezogen, sondern entsprechend der tatsächlich angefallenen Menge oder nach der Anzahl der Leerungen erfolgen.

Ob die Ausstattung der Abfallbehälter mit Transpondern sowie gleichzeitig die Installation von kompatiblen Bordcomputern an den Müllfahrzeugen, die unmittelbar mit dem EDV-System der Verwaltung vernetzt sind, sinnvoll ist, sollen nun Sachverständige im Zuge der Konzeptfortschreibung entsprechend analysieren. Die Ergebnisse sollen – so der Plan – Ende des laufenden Jahres vorliegen.

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