Suchtrupp findet Wildschwein-Kadaver

07.11.2018

Afrikanische Schweinepest: Kreise üben den Ernstfall

Zwei Tage lang wurde im Landkreis Alzey-Worms gemeinsam mit den benachbarten Landkreisen Bad Kreuznach, Mainz-Bingen und dem Donnersbergkreis sowie mit Unterstützung des Brand- und Katastrophenschutzes, der Forstverwaltung, der Jägerschaft, der Bundeswehr, des zuständigen Ministeriums sowie der Landesfeuerwehrschule der Echtfall geübt: ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein im Waldgebiet „Vorholz“ in der Nähe von Bechenheim und in einem Hausschweinestall. Der Krisenstab trainierte die Abläufe in einem Krisenzentrum in den Sitzungsräumen der Kreisverwaltung, legte erforderliche Maßnahmen fest und setzte diese um. Sicherheitszonen und Absperrgebiete wurden festgelegt, Einsatzkräfte, das Absuchen eines Waldareals, das Bergen des Tierkadavers und eine Probeentnahme sowie das sichere Ausschleusen von Personen und Fahrzeugen koordiniert. Rund 50 Personen waren dafür jeweils den ganzen Tag im Krisenzentrum im Einsatz. Weitere 30 Personen unterstützten die Suche im Wald. „Die gemeinsamen Übungen haben sich seit vielen Jahren bewährt. Wir alle müssen auch über Kreisgrenzen hinweg für alle möglichen Szenarien vorbereitet sein, darunter die Afrikanische Schweinepest“, betont der Leiter des Veterinäramtes Alzey-Worms, Dr. Michael Lay. Die Afrikanische Schweinpest ist für Menschen und Tiere nicht gefährlich - außer eben für Schweine, bei denen eine Infektion mit dem Virus meist tödlich endet. Neben den schweren Erkrankungen bei den Wildschweinbeständen hätte ein Ausbruch der Seuche außerdem gravierende wirtschaftliche Folgen. Im Falle eines Ausbruchs würde das betroffene Gebiet eingezäunt und alle darin lebenden Wildschweine erlegt. Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im Nachbarland Belgien wird die Gefahr einer Einschleppung als hoch eingeschätzt.

Ein echter Wildschweinkadaver, der mit Tannenreisig gefüllt ist, hält für die Übung her. Bergung und Probennahme gehörten mit zu den Aufgaben der Großübung. zoom
Ein echter Wildschweinkadaver, der mit Tannenreisig gefüllt ist, hält für die Übung her. Bergung und Probennahme gehörten mit zu den Aufgaben der Großübung.

Wir verwenden Cookies

Unsere Website verwendet Cookies, um dadurch den bestmöglichen Service zu bieten und ein optimiales Nutzererlebnis zu ermöglichen. Mehr erfahren zu Cookies
Es kommt außerdem Matomo zum Einsatz, um anonyme Daten über Website-Nutzung und -Funktionalität zu sammeln. Diese Daten helfen uns bei der Verbesserung des Angebotes. Matomo verwendet "Cookies", die 13 Monate in Ihrem Browser gespeichert werden. Indem Sie auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Cookies für den Einsatz von Matomo verwendet werden. Mehr erfahren zu Matomo


© 2007-2018 Kreisverwaltung Alzey-Worms - Alle Rechte vorbehalten
 
© 2007-2018 Kreisverwaltung Alzey-Worms - Alle Rechte vorbehalten