„Rechte in Anspruch nehmen“

13.09.2018

Behindertenbeirat: Infos rund ums Schwerbehindertenrecht

Informationen rund um das Schwerbehindertenrecht standen im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Beirates für Teilhabe von Menschen mit Behinderungen (Behindertenbeirat). „160 00 Menschen mit Schwerbehinderung leben in Rheinland-Pfalz“, informierte Nobert Marx, Mitarbeiter des rheinland-pfälzischen Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung und nannte Voraussetzungen zur Anerkennung einer Schwerbehinderung: „Nach dem Neunten Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX) Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen sind Menschen behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist.“ Die Auswirkungen auf die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft werden als Grad der Behinderung (GdB) nach Zehnergraden abgestuft und von 20 bis 100 festgestellt. „13 000 Anträge, bei denen es um die Anerkennung einer Schwerbehinderung geht, haben die Mitarbeiter des Landesamtes 2017 bearbeitet“, berichtete Marx. Der Referent vermittelte einen Überblick über gesetzliche Regelungen, gab Hinweise zum Antragsverfahren und nannte mögliche Leistungen, die Menschen mit Beeinträchtigung zustehen: „1974 wurde das Schwerbehindertengesetz geschaffen. Personen ab einem GdB von 50 können als schwerbehindert anerkannt werden.“ Zunächst müsse beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung ein Antrag gestellt werden. Nach der Durchführung gesundheitlicher Ermittlungen durch das Landesamt entscheide dieses, welcher GdB vorliege. Außerdem werde festgestellt, ob bestimmte gesundheitliche Merkmale, sogenannte Merkzeichen, gegeben sind. Von der Feststellung hänge ab, welche der vielfältigen   im Gesetz definierten Nachteilsausgleiche, beispielsweise technische Arbeitshilfen, Hilfen zum Erreichen des Arbeitsplatzes,   Erleichterungen zur Teilnahme am Arbeitsleben, Nachteilsausgleiche rund ums Auto oder Zusatzurlaub, in Anspruch genommen werden können. Ab einem GdB von 50 stelle das Landesamt auf Antrag einen mit Lichtbild versehenen Schwerbehindertenausweis aus. Informationen für Menschen mit Behinderungen sind beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung, Rheinallee 97-101, 55118 Mainz, Tel.: (06131) 967-0, www.lsjv.rlp.de erhältlich. Auf der Internetseite des Landesamtes sind unter Bürgerportale/Service - Downloads - Menschen mit Behinderungen, Antragsformulare zum Herunterladen eingestellt. Bezüglich der Umsetzung von Barrierefreiheit im Landkreis Alzey-Worms teilte Landrat Ernst Walter Görisch mit, dass im Anschluss an die vor einiger Zeit durchgeführten Begehungen in Alzey und Osthofen bereits einige der vorgeschlagenen Verbesserungen in Zusammenarbeit mit den Städten realisiert werden konnten. Darüber hinaus werden im Zuge der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes Alzey-Worms bis 2022 70 Prozent der Haltestellen im Landkreis barrierefrei ausgebaut.    

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