Einblicke in die Arbeitswelt

19.11.2018

Kennenlerntag für Neuzugewanderte in der Rheinhessen-Fachklinik Alzey

„Die Gesundheitsbranche ist eine Wachstumsbranche mit einer guten Perspektive“ lautete eine der Kernaussagen des Imagefilms, der zu Beginn des Kennenlerntages für Neuzuwanderte in der Rheinhessen-Fachklinik (RFK) in Alzey den rund 100 interessierten Migrantinnen und Migranten sowie deren Begleitungen gezeigt wurde.

Bereits zum zweiten Mal hatte die RFK gemeinsam mit dem Landkreis Alzey-Worms zur umfassenden Berufsinformationsveranstaltung auf das Klinikgelände eingeladen. Die Neuzugewanderten, die derzeit überwiegend Integrations-, Sprach- und Orientierungskurse besuchen, nutzten diese Gelegenheit, um sich über die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten im Gesundheitswesen zu informieren. Ganz nach dem Motto „Schau mal, was Dir Spaß macht!“ gewährten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RFK, der Agentur für Arbeit sowie des Jobcenters den Anwesenden theoretische und praktische Einblicke in die einzelnen Berufsfelder. Auf dem Plan stand dabei neben dem Klinikrundgang inklusive Besuch der Werkstatt, Gärtnerei und des Therapiehofes auch in diesem Jahr wieder ein Marktplatz der Möglichkeiten. Den Interessierten wurden hier die verschiedenen Einstiegsoptionen in das Berufsleben vorgestellt, Weiterbildungsmöglichkeiten aufgezeigt und insbesondere das Berufspraktikum im Vorfeld einer Ausbildung nahegelegt. „Wir sind darauf angewiesen, Menschen zu finden, die in der RFK arbeiten möchten – der Bedarf ist groß“, betonte Pflegedirektor Frank Müller eingangs. Dies bewegte die Klinik bereits im vergangenen Jahr dazu, in Kooperation mit der Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte des Landkreises Alzey-Worms, Pia Haus, zum ersten Mal eine Informationsbörse zu veranstalten. Sain Saini wurde damals im Schulunterricht auf den Kennenlerntag für Neuzugewanderte aufmerksam und folgte der Einladung in die RFK ohne zu zögern.   Vom vielfältigen Spektrum angetan, nutzte der junge Syrer die Möglichkeit, sich direkt vor Ort um einen Praktikumsplatz zu bewerben. Heute leistet der 18-jährige ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Wohngruppe der RFK und ist damit ein Paradebeispiel für den Erfolg des niederschwelligen Angebotes. „Ich werde hier von allen unterstützt und möchte im nächsten Jahr mit der Ausbildung zum Krankenpflegehelfer anfangen“, berichtete der junge Mann, der seit 2015 in Deutschland lebt. Für ihn sei es insbesondere der direkte Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern des Wohnparkes, der seinen Wunsch, einen Beruf im Gesundheitswesen zu erlernen, stärke. Das Freiwillige Soziale Jahr sei für den Neuzugewanderten eine wichtige Basis, um die eigenen Sprachkenntnisse auszuweiten. „Die Sprache ist in der Pflege essenziell“, weiß auch Thomas Rapräger, Mitarbeiter der RFK und zuständig für die Ausbildung in der Krankenpflege. Aufgrund des großen Umfangs der Fachsprache, die im Pflegealltag unerlässlich sei, setze man für eine Ausbildung in diesem Bereich ein Sprachniveau von B2 voraus. Um seinem Wunsch, auch künftig im Pflegebereich hauptberuflich tätig zu werden, ein Stück näher zu kommen, wird auch Saini zeitnah versuchen, das erforderte sprachliche Level zu erreichen und empfiehlt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des zweiten Kennenlerntages ebenfalls diese Chance zu nutzen.

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