Sprache als wesentlicher Schlüssel im Integrationsprozess

15.03.2018

Landrat Görisch überreicht Einbürgerungsurkunden

Insgesamt 30 Personen überreichte Landrat Ernst Walter Görisch anlässlich der ersten Einbürgerungsfeier im neuen Jahr die Einbürgerungsurkunden, begrüßte diese als neue Mitbürgerinnen und Mitbürger des Landkreises Alzey-Worms und gratulierte zum besonderen Ereignis.

Die Herkunft der neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ist so verschieden wie die Beweggründe, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen, selbst. Sechs Personen sind ursprünglich rumänischer Herkunft und machen damit den größten Teil der neu eingebürgerten Gruppe aus, gefolgt von Bürgerinnen und Bürgern aus Großbritannien, der Türkei (jeweils drei Personen), Italien, Bulgarien, Thailand (jeweils zwei Personen), Polen, Litauen, Luxemburg, Algerien, Marokko, den USA, Pakistan, Honduras, Kasachstan, Elfenbeinküste, Indien sowie der Mongolei (jeweils eine Person). „Viele leben seit langem in Deutschland und sind zwischenzeitlich Teil unserer Gesellschaft geworden“, stellt der Kreischef fest und führt weiter aus, dass mit Erlangen der deutschen Staatsangehörigkeit nun endlich auch die Möglichkeit bestehe, sich verantwortungsbewusst in Deutschland einzubringen und mitzubestimmen. Die Mehrheit der neu Eingebürgerten machte dabei von der Möglichkeit der doppelten Staatsangehörigkeit Gebrauch, worin Görisch eine positive Entwicklung des Staatsangehörigkeitsrechtes sieht. Mit der Überreichung der Einbürgerungsurkunde und der damit erfolgten rechtlichen Integration in die Bundesrepublik Deutschland sind neben dem Wahlrecht und den Rechten der freien Berufswahl, der Gewerbefreiheit, dem Schutz vor Ausweisung und visafreiem Reisen in vielen Ländern der Welt – um nur einige Beispiele zu nennen – auch Pflichten verbunden. So sind die Neubürgerinnen und Neubürger unter anderem dazu angehalten, Ehrenämter zu übernehmen und für die freiheitlich demokratische Grundordnung einzustehen. Eingebürgert werden kann, wer seit acht Jahren seinen rechtmäßigen Wohnsitz in Deutschland hat, sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung bekennt, seinen Lebensunterhalt ohne öffentliche Unterstützung bestreitet und nicht wegen einer Straftat verurteilt wurde. Neben zahlreichen gesetzlichen Anforderungen stellten die Neubürgerinnen und Neubürger Sprach-, Rechts- und Gesellschaftskenntnisse im Rahmen eines Einbürgerungstests unter Beweis. „Die Annahme der deutschen Staatsangehörigkeit bedeutet zunächst eine rechtliche Integration. Als Landkreis sind wir jedoch bemüht, gemeinsam mit Bund und Land sowie den unterschiedlichen Verbänden und Organisationen, auch für eine soziale und gesellschaftliche Integration zu sorgen“, so der Kreischef. Die Sprache bleibe ein wesentlicher Schlüssel im Zuge der Integration. Sein Dank richtet sich dabei an das Land Rheinland-Pfalz, das durch zahlreiche Sprachförderprogramme bereits in Kindertagesstätten einen wichtigen Beitrag leiste, ebenso wie der Landkreis selbst, der ein umfassendes Angebot an Sprach- und Integrationskursen an der Kreisvolkshochschule entwickelt habe und ständig optimiere. Gerade in Zeiten, in denen populistische Gruppierungen im In- und Ausland an Zuspruch gewinnen, bedürfe es einer sorgfältigen und intensiven Aufklärung, um Menschen Ängste zu nehmen, betont Görisch. „Unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft ist der gleichberechtigte Zugang zu Bildungsmöglichkeiten eine wesentliche Grundlage für gelingende Integration.“

Im vergangenen Jahr erfolgten insgesamt 139 Einbürgerungen. Im Jahr zuvor 148. Die Feierlichkeit wurde musikalisch umrahmt von Horst Haub, Lehrer der Kreismusikschule Alzey-Worms. Er begeisterte die Zuhörer auf dem Klavier mit den Werken „Stella del mattino“ und „La nascita delle cose segrete“ des Komponisten Ludovico Einaudi.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreichte Landrat Ernst Walter Görisch 30 Neubürgerinnen und Neubürgern die Einbürgerungsurkunden.zoom
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreichte Landrat Ernst Walter Görisch 30 Neubürgerinnen und Neubürgern die Einbürgerungsurkunden.

Hinweise für Besucherinnen und Besucher der Kreisverwaltung:

Persönliche Vorsprachen sind weiterhin nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. 

Bitte kommen Sie möglichst alleine zu Terminen und tragen eine entsprechende Mund-Nasen-Bedeckung. Die Abstands- und Hygieneregeln sind zu beachten. 

Unser Team ist zu den üblichen Öffnungszeiten telefonisch und per E-Mail für Sie erreichbar. 
Ihre Unterlagen können zudem über den Postweg oder per Briefkasten-Einwurf (Ernst-Ludwig-Straße 36) übermittelt werden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

© 2007-2022 Kreisverwaltung Alzey-Worms - Alle Rechte vorbehalten
 
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