Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge: Haussammlung startet

26.09.2016

Arbeit auch in den Staaten des einstigen Ostblocks

Auch in diesem Jahr führt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge vom 31. Oktober bis zum 25. November seine Haus- und Straßensammlung durch und bittet die Bevölkerung erneut um Unterstützung.     Nach der politischen Wende in Osteuropa nahm der Volksbund seine Arbeit auch in den Staaten des einstigen Ostblocks auf, wo im Zweiten Weltkrieg etwa drei Millionen deutsche Soldaten ums Leben kamen - mehr als doppelt so viele, wie auf den Kriegsgräberstätten im Westen ruhen. Diese Aufgabe stellt den Volksbund vor immense Schwierigkeiten: Viele der über hunderttausend Grablagen sind nur schwer auffindbar, zerstört, überbaut oder geplündert. Trotzdem richtete der Volksbund während der letzten Jahre über 300 Friedhöfe des Zweiten Weltkrieges und 190 Anlagen aus dem Ersten Weltkrieg in Ost-, Mittel- und Südosteuropa wieder her oder legte sie neu an. Dazu zählen 52 zentrale Sammelfriedhöfe. Über 30 Anlagen werden zurzeit in Stand gesetzt. Etwa 628 000 Kriegstote wurden umgebettet. Mit der Anlage und Erhaltung der Friedhöfe bewahrt der Volksbund das Gedenken an die Kriegstoten. Die riesigen Gräberfelder erinnern die Lebenden an die Vergangenheit und konfrontieren sie mit den Folgen von Krieg und Gewalt. Zu diesem Zweck vermittelt der Volksbund unter anderem Fahrten zu den Kriegsgräbern, veranstaltet nationale und internationale Jugendlager zur Pflege von Soldatenfriedhöfen und informiert in Schulen und Schulfreizeiten. Das Leitwort lautet „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“. Außerdem hat er in der Nähe von vier Friedhöfen Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten errichtet, wo Schul- und Jugendgruppen ideale Rahmenbedingungen für friedenspädagogische Projekte vorfinden. Bundeswehrsoldaten und Reservisten unterstützten den Volksbund durch Arbeitseinsätze auf in- und ausländischen Kriegsgräberstätten, bei der Organisation der Workcamps, bei Gedenkveranstaltungen sowie der Haus- und Straßensammlung. Gleichzeitig bedankt sich der Bezirksverband Rheinhessen-Pfalz des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die 2015   im Rahmen der Haussammlung gespendet und zu dem sehr guten Sammelergebnis beigetragen haben. Diesem Dank schließt sich der Beauftragte der Kreisverwaltung Alzey-Worms, Hans Jürgen Loos, gerne an. Insgesamt konnten im vergangenen   Jahr im Bezirk Rheinhessen-Pfalz 167006 Euro gesammelt und gespendet werden. Der Landkreis Alzey-Worms liegt mit seinem Sammlungsergebnis erneut auf einem der vorderen Plätze.  

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