Witterung und Schädling setzen Landwirten zu

04.08.2016

Landrat diskutiert mit Bauern- und Winzerverband Rheinhessen

Das bisher verregnete Jahr sowie die Kirschessigfliege bereiten den Bauern und Winzern der Region Kopfzerbrechen. Dies berichteten Verbandsvertreter bei einer jüngsten Gesprächsrunde, zu der Landrat Ernst Walter Görisch in die Kreisverwaltung Alzey-Worms eingeladen hatte. Im Rahmen dieser Veranstaltung tauschen sich Bauern und Winzer mit dem Landkreis in regelmäßigen Abständen zu aktuellen Themen und Herausforderungen in der Branche aus.

„Es sieht in einigen Bereichen sowohl in der Landwirtschaft als auch im Weinbau  düster aus dieses Jahr“, brachte es der Kreisvorsitzende des Verbands, Holker Pfannebecker aus Worms-Pfeddersheim, auf den Punkt. Aber nicht nur die nasse Witterung, auch die Kirschessigfliege setze den Winzern seit geraumer Zeit erheblich zu. Die klimatischen Verhältnisse seien für dieses Insekt derzeit optimal, berichtete Barbara Schmid von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises. Es wurden hierzu präventive und umweltgerechte Maßnahmen diskutiert, um einen Befall der Trauben weitgehend zu verhindern. So will man künftig bei Ausgleichsmaßnahmen darauf achten, dass der Schwerpunkt der verwendeten Gehölze nicht rotfrüchtig ist. Rote Beeren locken das Insekt besonders an.  

Generell war die Schaffung von Ausgleichsflächen bei Eingriffen in die Natur und in die Landschaft ein weiteres wichtiges Thema für die Bauern und Winzer. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Adolf Dahlem aus Gundersheim wies darauf hin, dass durch Ausgleichsmaßnahmen keine Ackerflächen verschwinden dürften. Landrat Görisch regte an, in einer Gesprächsrunde mit Experten die Frage des Ausgleichs insbesondere im Zusammenhang mit der so genannten „Produktionsintegrierten Kompensation“ ohne Flächenverzehr nochmals im Detail zu erörtern und dabei auch die Fragen zu klären, wie Ausgleichsmaßnahmen berechnet werden, und welcher Art diese sein können.   

„Wasser“ als großes Thema im Altrhein

Das Thema „Wasser“ beschäftigte die Bauern und Winzer noch in einem anderen Zusammenhang. So führen die hohen Wasserstände rund um die Ortsgemeinde Eich am Altrhein regelmäßig zu Problemen auch für die Landwirtschaft. Hierzu soll demnächst ein „Runder Gewässer-Tisch“ organsiert werden, an welchem auch die Stadt Worms beteiligt werden soll, da die Seegraben-Schließe in Rheindürkheim hierbei eine maßgebliche Rolle spiele.

Umfangreiche Unterstützung erfuhr die Landwirtschaft in der Region im vergangenen Jahr von der Europäischen Union. „Im Jahr 2015 erhielten die Landwirte im Kreis Alzey-Worms insgesamt Fördermittel in Höhe von rund 18 Millionen Euro“, informierte Werner Ringeisen aus der zuständigen Landwirtschaftsabteilung der Kreisverwaltung. Hierunter fallen beispielsweise Direktzahlungen, Gelder für Umstrukturierungsmaßnahmen oder für Agrar-Umwelt-Maßnahmen. In 2014 betrugen die EU-Fördermittel rund 14 Millionen Euro. Immer mehr werde inzwischen auf eine elektronische Antragsstellung für Fördermaßnahmen umgestellt. Einig war man sich darin, dass alle Beteiligten die Werbung und Schulung hierfür noch weiter ankurbeln müssten, um so viele wie möglich für das elektronische Antragsverfahren zu gewinnen, das allerdings noch einige Mängel aufweise.  

Weiterhin wurde vor dem Hintergrund der allgemeinen Entwicklungen am Grundstücksmarkt die Anwendung des Grundstücksverkehrsgesetzes beim Eigentümerwechsel von Weinbergen und Ackerflächen erörtert.

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