Nach der Ausbildung arbeitslos – das muss nicht sein

15.06.2016

Wer nicht sicher ist, ob er übernommen wird, sollte sich frühzeitig bei der Arbeitsagentur melden

Eine gute Ausbildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Dies bestätigt sich in der Regel gleich im Anschluss an eine erfolgreich beendete Ausbildungszeit. Fast 90 Prozent der Auszubildenden haben nach bestandener Abschlussprüfung auch einen Arbeitsvertrag in der Tasche. Damit haben junge Menschen nach ihrer Ausbildung in Deutschland europaweit mit die besten Jobchancen. "Dabei entsprechen aber nur knapp zwei Drittel aller Ausbildungsabsolventen der klassischen Normalbiographie, indem sie von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen werden", weiß Andrea Backof, Leiterin der Alzeyer Arbeitsagentur. "Knapp 20 Prozent wechseln nach der Ausbildung in einen anderen Betrieb." Allerdings hätten sich die Übernahmequoten in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil die zur Übernahme anstehenden Auszubildenden-Jahrgänge immer kleiner werden.

Trotzdem mussten sich auch im vergangenen Jahr gut 10 Prozent der Auszubildenden am Ende ihrer Ausbildungszeit arbeitslos melden. Die Agenturleiterin warnt in diesem Zusammenhang: "Arbeitslosigkeit nach Ausbildungsende ist ein Risikofaktor für den Berufseinstieg und den weiteren Verlauf des Erwerbslebens." Jugendlichen, die sich nicht sicher sind, ob sie nach der Ausbildung übernommen werden, rät Backof deshalb, sich bereits jetzt mit der Agentur für Arbeit in Verbindung zu setzen. "Wenn wir uns gemeinsam mit den jungen Menschen frühzeitig nach Alternativen umsehen, gelingt der Berufseinstieg in der Regel ohne Unterbrechung durch Arbeitslosigkeit, denn der Arbeitsmarkt ist derzeit sehr aufnahmefähig und bietet zahlreiche Jobchancen gerade für junge Arbeitskräfte mit frisch erworbenem Wissen." Wer abwartet bis die Arbeitslosigkeit eintritt, geht nach Backofs Erfahrungen das Risiko ein, das erlernte Fähigkeiten wieder verloren gehen. Nicht selten verlassen Ausbildungsabsolventen in Folge von Arbeitslosigkeit ihren erlernten Beruf. "Nach drei Monaten Arbeitslosigkeit beträgt der Anteil der Berufswechsler schon 37 Prozent", so Backof. "Bei mehr als dreimonatiger Arbeitslosigkeit wechselt sogar die Hälfte der Absolventen das erlernte Berufsfeld."

Um Arbeitslosigkeit zu vermeiden, sollten sich Auszubildende, deren Weiterbeschäftigung noch nicht feststeht, schnellstmöglich online unter www.arbeitsagentur.de oder telefonisch unter 0800 4 5555 00 bei der Agentur für Arbeit in Alzey melden.


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