"Eltern wirksam unterstützen"

19.05.2014

Netzwerk Kinderschutz: Konferenz zeigt Möglichkeiten und Grenzen Früher Hilfen auf

Das Thema „Frühe Hilfen“ stand im Mittelpunkt der Netzwerkkonferenz, zu der die Koordinierungsstelle für Kinderschutz des Kreisjugendamtes Fachpersonal und  Interessierte ins Tagungszentrum der Rheinhessen Fachklinik in Alzey eingeladen hatte. „In dem 2012 in Kraft getretenen Bundeskinderschutzgesetz richtet sich der Blick in der Kinderschutzdiskussion verstärkt auf eine möglichst frühzeitige Unterstützung von Familien. In der so wichtigen Phase rund um die Geburt und die ersten Lebensjahre eines Kindes bieten Frühe Hilfen vielfältige Möglichkeiten, um das gesunde Aufwachsen von Kindern zu fördern“, berichtet Sabine Strohmenger, zuständig für die Koordination des Kinderschutzes im Landkreis Alzey-Worms und Organisatorin der Veranstaltung. Damit Frühe Hilfen wirksam greifen, sei das Zusammenwirken der beteiligten Hilfesysteme notwendig.

„Wichtig ist es, Risiken zu erkennen, frühzeitig zu reagieren und die Vernetzung der beteiligten Akteure voranzubringen“, betonte Dr. Anke Brockhaus-Dumke, Ärztliche Direktorin der Rheinhessen-Fachklinik (Rfk) , in ihren Begrüßungsworten. Zehn bis 15 Prozent der Mütter seien von einer postnatalen Depression betroffen. Die Rfk biete neben niederschwelligen Angeboten, wie speziellen Sprechstunden, stationäre Therapiemöglichkeiten für Mutter und Kind sowie für Familien. Landrat Ernst Walter Görisch betonte, dass die Belastungen von Familie durch vielfältige Faktoren wie Trennung, Scheidung und höhere Anforderungen im Berufsalltag, zugenommen habe. Der Ausbau der Frühen Hilfen und deren Vernetzung, sei hier eine notwendige Konsequenz, um wirksame Hilfe bieten zu können. „Eltern möglichst frühzeitig erreichen, sie in ihrer Verantwortung stärken und für die Inanspruchnahme weiterer Unterstützungsangebote gewinnen ist Ziel der Frühen Hilfen“, betonte der Kreischef. Mütter/Väter-Gruppen an fünf Standorten im Kreis, Patenschaftsprojekte mit Ehrenamtlichen und Familienbegleitung in Zusammenarbeit mit Hebammen und Kinderkrankenschwestern bieten Möglichkeiten der Hilfe vor Ort, dankte Görisch den hier engagierten Akteuren. Verbindliche Kooperationsabsprachen und eine gut koordinierte Netzwerkarbeit seien Schlüsselelemente für den Erfolg.   

Möglichkeiten und Grenzen der Frühen Hilfen zeigte ein Podiumsgespräch mit beteiligten Akteuren auf. Konrad Krämer, Leiter des Sozialen Dienstes des Jugendamtes, Helga Nagel-Jährling, Mitarbeiterin der Schwangerenberatungsstelle des Diakonischen Werkes Worms-Alzey und Koordinatorin der Familienbegleitung, die Alzeyer Gynäkologin Jutta Bucher und Sabine Strohmenger berichteten über ihre Erfahrungen im Alltag mit der Umsetzung der zur Verfügung stehenden Hilfeangebote. „Jeder muss in seinem Bereich wachsam sein und erkennen, wenn Frühe Hilfen benötigt werden“, betonte Konrad Krämer. Familienhebammen, Frauen- und Kinderärzte, Sozialdienste, Beratungssprechstunden für Schwangere und Familien sowie Kitas arbeiten im Netzwerk Hand in Hand, um den Kinderschutz  im Landkreis Alzey-Worms zu stärken und das gesunde Aufwachsen der Kinder zu fördern. „In Bezug auf die Netzarbeit gibt es im Landkreis viele positive Entwicklungen und Aktivitäten. Neben den bereits bestehenden Angeboten konnten weitere Hilfsmöglichkeiten insbesondere für Schwangere und junge Familien auf den Weg gebracht werden, um bereits im Vorfeld Überforderung zu vermeiden“, betonte Jugendamtsleiter Arno Herz.

Die Broschüre „Herzlich willkommen im Leben“, der Koordinierungsstelle für Kinderschutz informiert über Beratungs- und Unterstützungsangebote im Landkreis Alzey-Worms. Das Heft finden Sie unter Broschüren oder kann beim Kreisjugendamt, Sabine Strohmenger, (06731) 408-5491 angefordert werden.

Das Thema Frühe Hilfen stand im Mittelpunkt der Netzwerkkonferenz Kinderschutz, die im Tagungszentrum der Rheinhessen Fachklinik in Alzey stattfand. Zahlreiche Interessierte nahmen teil
Das Thema Frühe Hilfen stand im Mittelpunkt der Netzwerkkonferenz Kinderschutz, die im Tagungszentrum der Rheinhessen Fachklinik in Alzey stattfand. Zahlreiche Interessierte nahmen teil

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