Müllgebühren sollen auch 2015 sinken

14.05.2014

Jahresgewinn des Abfallwirtschaftsbetriebs ermöglicht erneute Senkung

Im kommenden Jahr sollen die Müllgebühren im Landkreis Alzey-Worms erneut sinken. „Nachdem der Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises 2013 einen Gewinn von knapp 1,9 Millionen Euro erwirtschaftete, haben wir Spielräume für eine weitere Senkung der Müllgebühren", teilte Landrat Ernst Walter Görisch in der jüngsten Sitzung des Werksausschusses mit. Bereits in den Jahren 2011 und 2012 konnten die Gebühren in zwei Schritten reduziert werden, zunächst um rund acht Prozent und anschließend um nochmals bis zu zwölf Prozent, abhängig von der Haushaltsgröße. Ziel sei es laut Görisch, bei einer weiterhin positiven wirtschaftlichen Entwicklung des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB) die Müllgebühren im Jahr 2015 weiter abzusenken, wodurch ein Gebührenniveau wie vor zehn Jahren erreicht werden würde. Die genaue Höhe der Senkung könne dann erst auf Grundlage einer noch zu beauftragenden erneuten Gebührenkalkulation ermittelt werden.  

Die Ursachen für den unerwartet hohen Jahresgewinn 2013 seien insbesondere auf erhöhte Einnahmen aus Schadensersatzforderungen im Zusammenhang mit der Vergärungsanlage (VGA) in Framersheim, Rückzahlungen aus der Umlage an die GML Abfallwirtschaftsgesellschaft sowie auf höhere Verwertungserlöse aus der Einsammlung von Papier und Schrott zurückzuführen. Es habe sich laut Görisch im Übrigen gezeigt, dass sich die Investitionen in eine Optimierung der VGA in Framersheim gelohnt hätten, da durch die neue Maschinentechnik ein geringerer Aufwand entstehe. Andererseits konnten auf der Ausgabenseite unter anderem in größerem Umfang Wartungskosten für die beiden Blockheizkraftwerke infolge der in 2014 anstehenden Remotorisierung der Anlagen eingespart werden. Die Mittelrheinische Treuhand GmbH, die den Jahresabschluss des AWB prüfte, bescheinigte dem Eigenbetrieb geordnete wirtschaftliche Verhältnisse und eine gute Liquidität.  

Verbesserte Gasverwertung

Um die Gasverwertung aus den Abfällen und die Stromproduktion zu optimieren, vergab der Werksausschuss die Arbeiten für eine so genannte Remotorisierung der beiden Blockheizkraftwerke (BHKW) am Standort in Framersheim für rund 1,2 Millionen Euro. Die dort bestehenden BHKW verwerten zum einen Deponiegas aus der Kreismülldeponie sowie Biogas aus der Vergärungsanlage. Da die beiden BHKWs inzwischen ein sehr hohes Betriebsalter erreicht haben und sinkende Deponiegasmengen zu verzeichnen sind, sollen die beiden bisher getrennten BHKWs nun durch eine moderne Gesamtanlage ersetzt werden. Diese soll höchstmögliche Wirtschaftlichkeit und hohe Wirkungsgrade garantieren. „Pro eingesetzte Menge Energie kann dann mehr Strom erzeugt und beide anfallenden Gase optimal verwertet werden", erläuterte Görisch. Ein Ingenieurbüro hatte hierzu ein Konzept ausgearbeitet. Bevor die Maßnahme umgesetzt werden kann, müssen jedoch noch einzelne juristische Fragen mit dem Netzbetreiber geklärt werden.

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