FAQ zum Abfallwirtschaftskonzept

In diesem Bereich finden Sie viele wichtige Fragen und Antworten zum neuen Entwurf des neuen Abfallwirtschaftskonzept (AWIKO).

Warum wird die Gelbe Tonne alle drei Wochen geleert?

Unser Ziel ist es, den Verpackungsanteil in der Restmülltonne zu reduzieren, da dieser, wenn er über die schwarze Tonne entsorgt wird, leider nur noch thermisch verwertet (verbrannt) werden kann. Im Gegensatz dazu werden Verpackungen aus der Gelben Tonne recycelt, was sogar zu bestimmten Prozentteilen gesetzlich vorgeschrieben ist. Da die Gelbe Tonne allerdings bei vielen Kundinnen und Kunden bereits nach drei Wochen voll ist, wandert eine große Menge des Verpackungsmülls – also recycelbare Wertstoffe – in die Restmülltonne. Dadurch erhöht sich das Restmüllaufkommen und wichtige Wertstoffe gehen verloren.

Wie wird die Entsorgung der Gelben Tonne bzw. des Gelben Sackes bezahlt?

Die Entsorgung der Verpackungen wird über die Lizenzgebühren der Verpackungshersteller finanziert. Aus diesem Grund fallen für Sie als Verbraucher und Verbraucherin keine kommunalen Abfallgebühren für die Gelbe Tonne und Gelben Sack an. Die Hersteller legen die Lizenzgebühr auf den Produktpreis um. Somit bezahlen Sie die Entsorgung der Verpackung über den Produktpreis unbemerkt mit. Werfen Sie nun die Verpackungen in die Restmülltonne, bezahlen Sie die Entsorgung ein weiteres Mal – in dem Fall über die Abfallgebühr. Deshalb sollte es auch in Ihrem Sinne sein, Verpackungen in Ihre Gelbe Tonne zu werfen.

Führt es nicht zu mehr Verpackungsmüll, wenn die Gelbe Tonne häufiger geleert wird?

Im Gegenteil, die häufigere Leerung regt dazu an, den Müll besser zu trennen. Mit dem neuen Rhythmus haben Sie viel mehr Platz in Ihrer Gelben Tonne und damit die Möglichkeit, mehr Verpackungen zum Recycling zurückzugeben.

Werden mit der häufigeren Abholung nicht mehr Abgase erzeugt und die Umwelt verschmutzt?

Bei der Beschaffung der Müllfahrzeuge wird darauf geachtet, möglichst schadstoffarme Neufahrzeuge in den Fuhrpark aufzunehmen. Zudem gelangen viele Verpackungsmaterialien, die zuvor wegen Platzmangels über die Restmülltonne entsorgt wurden, wieder zurück in den Verwertungskreislauf, was eine erhebliche Verbesserung der Ökobilanz darstellt.

Warum soll die Restmülltonne ab 2025 nur noch alle drei Wochen geleert werden?

Grundsätzlich soll sich in der Restmülltonne der Abfall befinden, der hineingehört. Wir wollen mit der Umstellung das Restmüllaufkommen verringern, und vor allem den Anteil an Verpackungsmaterialien darin. Falls Sie also schon jetzt richtig trennen, stellen Sie sicherlich fest, dass Ihre Restmülltonne nach zwei Wochen nur teilweise gefüllt ist und Sie diese länger nutzen können. Allzu oft wird diese halb leere Tonne mit anderem Müll oder sogar mit Wertstoffen aufgefüllt. Das Restmüllaufkommen erhöht sich dadurch.

Wenn die Restmülltonne nun seltener geleert wird, entsteht dann nicht starke Geruchsbelästigung oder sogar Madenbildung im Sommer?

Abfälle, die über die Restmülltonne entsorgt werden, enthalten in der Regel keine organischen Bestandteile, die riechen oder zur Madenbildung führen. Lediglich benutzte Windeln oder Haustierexkremente als Bestandteile des Restmülls können dazu führen. Allerdings gibt es mittlerweile verschiedene Möglichkeiten, wie zum Beispiel das luftdichte Verpacken dieser Materialien, damit keine Geruchsbelästigung entsteht.

Wird der Müll aufgrund der seltenen Leerung nicht einfach woanders weggeschmissen und die Umwelt dadurch verschmutzt?

Studien haben ergeben, dass es in keinem Landkreis, bei dem die Restmüllabfuhr von einem zweiwöchentlichen Leerungsrhythmus auf einen drei- oder sogar vierwöchentlichen Rhythmus umgestellt wurde, zu einer Erhöhung der „Umweltvermüllung“ geführt hat. Hingegen schafft das neue Abrechnungssystem ein höheres Bewusstsein für Mülltrennung.

Wozu dient der Chip in der Mülltonne?

Der Chip in der Mülltonne ist dazu da, eine Restmülltonne dem jeweiligen Grundstück bzw. Haushalt zuordnen zu können und die Leerungen dieser Tonne für eine genaue Abrechnung zu zählen. Zudem können so Mülltonnen, die illegal in Umlauf sind und Kosten erzeugen, aussortiert werden. Es werden somit nur noch die Tonnen geleert, die einen entsprechenden Chip haben. Zukünftig kann auch die Biomülltonnenkontrolle über den Chip und den Einsatz entsprechender technischer Systeme abgewickelt werden.

Warum rechnet der AWB in Zukunft beim Restmüll nach der Anzahl der Leerungen ab?

Das neue Abrechnungssystem wird eingeführt, damit die Restmülltonne nicht kurz vor ihrer Leerung (wenn noch Platz in der Tonne ist) mit Dingen befüllt wird, die gar nicht in die Tonne hineingehören. Wenn Sie in Ihrem Haushalt richtig trennen und die Tonne seltener zur Leerung herausstellen, wird Ihnen auch nur dies in Rechnung gestellt. Damit sparen Sie viel Geld und schonen gleichzeitig die Umwelt.

Wie wird die Abrechnung erfolgen?

Es wird voraussichtlich eine Grundgebühr für jeden Haushalt geben, die eine bestimmte Anzahl von Leerungen pro Jahr miteinschließt. Für jede weitere Leerung wird dann ein zusätzlicher Betrag berechnet. Die genaue Anzahl der Leerungen wird durch den Chip in der Tonne übermittelt. Wenn Sie in Ihrem Haushalt ordnungsgemäß trennen und die Tonne nicht bei jeder Leerung herausstellen, sparen Sie Geld. Stellen Sie die Restmülltonne häufiger raus, zahlen Sie dementsprechend mehr.

Wie kann ich verhindern, dass andere Personen Müll in meine Restmülltonne werfen?

Der AWB beabsichtigt, sogenannte Schwerkraftschlösser für die Müllgefäße kostenpflichtig anzubieten. Die Müllgefäße öffnen sich dann entweder mit einem Schlüssel für das Müllgefäß, den Sie als Besitzerin bzw. Besitzer erhalten, oder wenn die Tonne „kopfüber“ vom Müllfahrzeug geleert wird.

Was mache ich, wenn mir das Restmüllvolumen bei der dreiwöchentlichen Leerung nicht ausreicht?

Wenn Sie mehr Restmüll produzieren, als in Ihre Restmülltonne hineinpasst, können Sie zum einen kostenpflichtige Restmüllsäcke nutzen, die Sie mit Restmüll befüllt neben die Tonne stellen. Sie werden dann bei der Leerung mitgenommen. Dies ist übrigens jetzt schon möglich. Bei vielen Verbandsgemeinden und Stadtverwaltungen sowie bei der Kreisverwaltung sind diese Säcke erhältlich. Zum anderen können Sie den Restmüll zum Wertstoffhof in Gundersheim bringen und dort (kostenpflichtig) entsorgen. Kommt es häufiger vor, dass das Volumen nicht ausreicht, dann sollten Sie über eine größere oder eine weitere Restmülltonne nachdenken.

Was passiert, wenn die Tonne an einem Sammelplatz zur Leerung bereitgestellt wird?

Eine Tonne muss am Sammelplatz nicht bewacht oder erst kurz vor der vermeintlichen Leerung herausgestellt werden. Die Leerung der Tonne wird nicht nach Gewicht abgerechnet, sondern nach der Anzahl Leerungen.

Ändert sich ebenfalls der Abfuhrrhythmus der Biotonne?

Die Biotonne wird weiterhin zweiwöchentlich abgeholt. Dies ist wichtig, um den Anteil an Biomüll in der Restmülltonne zu reduzieren, da immer noch ein großer Anteil an Biomüll über diese entsorgt wird. Eine bessere Trennung von Biomüll und Restabfall sorgt somit für mehr Platz in der Restmülltonne und für eine größere Menge an Bioabfall für die Vergärungsanlage des AWB in Framersheim. Hier kann er zu Kompost und Strom verarbeitet werden.

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Hinweise für Besucherinnen und Besucher der Kreisverwaltung:

Für persönliche Vorsprachen soll grundsätzlich eine vorherige Terminvereinba-rung erfolgen.

Unser Team ist zu den üblichen Öffnungszeiten telefonisch und per E-Mail für Sie erreichbar. 
Ihre Unterlagen können zudem über den Postweg oder per Briefkasten-Einwurf (Ernst-Ludwig-Straße 36) übermittelt werden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

© 2007-2024 Kreisverwaltung Alzey-Worms - Alle Rechte vorbehalten
 
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