Jugendarbeit

Aufgaben und Ziele

Die Aufgabe der Kreisjugendpflege ist die Planung, Organisation und Durchführung der Jugendarbeit (Freizeit, Ferienspiele, Kinder- und Jugendschutz; s.u.) im Landkreis Alzey-Worms gemäß dem Achten Buch des Sozialgesetzbuches.
Sie verfügt über eine breite Palette unterschiedlicher Angebote, die dazu beiträgt, positive Lebensbedingungen für junge Menschen im Landkreis zu schaffen oder zu erhalten.
Dies bedeutet, junge Menschen
  • in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu fördern,
  • zu befähigen, sich zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu entwickeln,
  • vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen,
  • zur Selbstbestimmung, gesellschaftlicher Mitverantwortung und sozialem Engagement
    anzuregen.
Damit versteht sich die Jugendpflege als eine weitere Sozialisationsinstanz neben der Familie und Schule. Hierfür ist es notwendig, zu vielfältigen bedarfsorientierten und flächendeckenden Angebotsstrukturen aufzufordern und solche zu unterstützen. Dies geschieht durch die Beratung, Vernetzung und finanzielle Unterstützung der verbandlichen und offenen Jugendarbeit freier und öffentlicher Träger im Landkreis Alzey-Worms.
In Aufgabenbereichen, in denen keine bzw. nur unzureichende Angebote freier Träger vorhanden sind, erarbeitet die Jugendpflege eigene Angebote wie zum Beispiel im Bereich des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes.

Vorgensweise und Standards

  • Freizeiten:
    Jedes Jahr organisiert die Jugendpflege zwei eigene Ferienfreizeiten über einen Zeitraum von jeweils zwei Wochen, an denen ca. 40-50 Kinder und Jugendliche teilnehmen können.
    Diese Freizeiten werden, wie auch die Freizeiten der freien Träger der Jugendhilfe, von ehrenamtlichen Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen betreut, welche speziell für diese Aufgabe ausgewählt und geschult werden.
    Die Freizeiten finden in Nieder-Wiesen und im Schullandheim Grüngräbchen statt. Sie sind seit mehr als 10 Jahren Teil des partnerschaftlichen Austausches zwischen den beiden Landkreisen Alzey-Worms und Kamenz.
    Die Freizeiten von freien Trägern der Jugendhilfe (Vereinen, Verbänden) werden gemäß den Richtlinien finanziell von der Jugendpflege gefördert.
     
  • Jugendzeltplatz:
    Der kreiseigene Zeltplatz in Nieder-Wiesen wird sowohl im Sommer als auch im Winter von Jugendgruppen, Vereinen, Schulen und Kindergärten als Kinder- und Jugendtagungsstätte mit Tagungs-, Übernachtungs- und Freizeitmöglichkeit genutzt. In der Zeit von Mai bis September können außer den Betten im Schlafhaus (mit 26 Schlafplätzen) auch fünf Hauszelte mit je 10 Feldbetten genutzt werden.
     
  • Teilnehmerpreisreduzierung:
    Die Jugendpflege stellt Kindern und Jugendlichen, deren familiäre und finanzielle Lage es nicht oder kaum zulässt, an Kinder- und Jugenderholungsmaßnahmen teilzunehmen, Mittel zur Teilnahme zur Verfügung. Erziehungsberechtigte, welche die Einkommensgrenze nach dem BSHG unterschreiten, können eine Teilnehmerpreisreduzierung beantragen.
     
  • Ferienspiele:
    Jährlich werden im Landkreis Alzey-Worms Ferienspiele durchgeführt, von denen die meisten finanziell vom Kreisjugendamt Alzey-Worms unterstützt werden. Ein Teil der Ferienspielangebote wird von hauptamtlichen Jugendpflegern/Jugendpflegerinnen geplant und durchgeführt, der weitaus größere Anteil wird jedoch von ehrenamtlichen Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen organisiert.
    Die Jugendpflege bietet den ehrenamtlich Tätigen die Möglichkeit der individuellen Beratung zur Organisation der Ferienspiele an. Alle Antrags- und Abrechnungsformalitäten laufen über die Kreisjugendpflege.
     
  • Jugendarbeit im ländlichen Raum:
    Während es bei den Ferienspielen ausschließlich um die Förderung der Kinder- und Jugenderholung geht, umfasst die Jugendarbeit im ländlichen Raum gleich mehrere Punkte des § 11 SGB VIII - Jugendarbeit.
    In erster Linie werden Maßnahmen zur außerschulischen Jugendbildung, Jungen- und Mädchenprojekte, Partizipationsprojekte und auch arbeitswelt-, schul- und familienbezogene Maßnahmen gefördert.
     
  • Kinder- und Jugendschutz:
    Der Kinder- und Jugendschutz lässt sich in den erzieherischen Kinder- und Jugendschutz und den gesetzlichen Kinder- und Jugendschutz unterscheiden:
    Der erzieherische Kinder- und Jugendschutz soll junge Menschen zu Kritik- und Entscheidungsfähigkeit, Eigenverantwortlichkeit und zu Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen führen.
    Diese Leistung umfasst alle Aktivitäten, die sich mit der zuvor beschriebenen Zielsetzung an junge Menschen, Eltern und sonstige Erziehungsverantwortliche richten. Dazu gehören vielfältige Arten pädagogischer Veranstaltungen, bspw. Seminare, Vortrags- und Informationsveranstaltungen oder Projekte.
    Ein Schwerpunkt dieses Aufgabenbereiches der Jugendpflege im Landkreis Alzey-Worms ist die jährliche Erstellung eines Jugendschutzkalenders. Hier werden jugendrelevante Themen aufgegriffen und in ansprechender Art und Weise dargestellt. Neben den jeweils wechselnden aktuellen Themen beinhaltet er wichtige Adressen und Telefonnummern. Er wird kostenlos an alle weiterführenden Schulen ab der 7. Klasse sowie an Jugendverbände und Jugendhäuser verteilt.
    Aufgabe des gesetzlichen Jugendschutzes ist es, Jugendgefährdungen aufzuspüren, auf sie hinzuweisen, verantwortliche Personen und Institutionen über mögliche Gefährdungen für junge Menschen zu informieren bzw. aufzuklären und zu verdeutlichen, wie Kinder und Jugendliche wirksam vor diesen möglichen Gefährdungen geschützt werden können. Hierbei werden nicht Kinder und Jugendliche zur Verantwortung gezogen, sondern bspw. der Gewerbetreibende, der Gastwirt, der Anbieter von Medien oder der Arbeitgeber.
    Bei allen Jugendschutzgesetzen geht es um den Schutz der Jugend vor akuten und potentiellen Gefährdungen und vor gefährdeten Orten.
     
  • Beratung:
    Die Beratung der Jugendpflege richtet sich an verschiedenste Adressaten/Adressatinnen. Zum einen ist sie Ansprechpartner für Jugendliche und Eltern in allen Fragen rund um die Freizeitgestaltung, zum anderen Ansprechpartner für haupt- und ehrenamtliche Jugendarbeiter/Jugendarbeiterinnen. In Fragen, die den Aufbau und den Betrieb von Jugendräumen betreffen, richtet sich die Beratung weiterhin an Ortsbürgermeister/Ortsbürgermeisterinnen und Gemeinderäte.
     
  • Spielekiste:
    Die Spielekiste der Jugendpflege steht allen Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen der Kinder- und Jugendarbeit kostenlos zur Verfügung. Eine Ausnahme bildet die Buttonmaschine, deren Rohlinge zum Einkaufspreis berechnet werden.

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