Noch in diesem Jahr soll die Fahrbahn der Bundesstraße 420 in Höhe der Ortsgemeinde Schornsheim aufgrund ihrer Schäden erneuert werden. In diesem Zuge ist zudem eine bauliche Mittelinsel im Bereich der Linksabbiegespur geplant. Dies teilte der Leiter des Landesbetriebs Mobilität in Worms, Bernhard Knoop, Landrat Ernst Walter Görisch mit. Dieser hatte sich nach einem Besuch der Ortsgemeinde Schornsheim an den LBM-Leiter gewandt, um für die Einrichtung eines Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich der B 420 und der L 430 zu werben und hatte auf den sanierungsbedürftigen Zustand der Straße hingewiesen. Ortsbürgermeister Edwin Henn hatte Görisch vor Ort über die aus Sicht der Gemeinde dringend notwendige und seit langem geforderte Entschärfung des Kreuzungsbereichs informiert. Aufgrund der hohen Geschwindigkeiten, die insbesondere auf der Bundesstraße gefahren werden und in Kombination mit der unübersichtlichen Verkehrssituation beim Einbiegen auf oder bei Querung der B 420, sei es im genannten Kreuzungsbereich in der Vergangenheit bereits häufig zu schweren Verkehrsunfällen gekommen, erläuterten Henn und weitere Ratsmitglieder. Hinzu komme, dass die Gesamtsituation entlang der B 420 aus Fahrtrichtung Nierstein kommend in Betracht gezogen werden sollte, führte Görisch in seinem Schreiben an. So wurden im Abschnitt zwischen Nierstein bis Undenheim in der Vergangenheit mehrere Kreisverkehre in Kreuzungsbereichen auf der B 420 eingerichtet. Im weiteren Verlauf Richtung Wörrstadt finde sich jedoch kein einziger mehr. Der Landrat schlug vor, im Zuge einer notwendigen Sanierung der Bundesstraße zugleich den Bau eines Kreisverkehrs zu prüfen. Keine Unfallhäufungsstelle Dem hielt der LBM entgegen, dass es sich beim genannten Knotenpunkt laut Statistiken um keine auffällige Unfallhäufungsstelle handele. Aus den vergangenen fünf Jahren lägen sechs Unfälle vor. Im Gegensatz hierzu seien die Kreisel in Höhe Köngernheim ehemalige Unfallhäufungsstellen. Knoop betonte jedoch, dass die Unfallstatistik nicht alleiniges Kriterium ist. Er führte aus, dass ein Kreisel mit einem Durchmesser von rund 40 Metern in Schornsheim sowohl in den Tankstellenbereich als auch in den Friedhof eingreifen würde. Die umfangreiche Baumaßnahme verursachten grob geschätzte Baukosten in Höhe von rund 600.000 Euro. Zwar würde ein Kreisverkehr „ohne Zweifel" die Verkehrssituation verbessern, für die Verkehrsqualität bestünden jedoch zurzeit keine nennenswerten Defizite, da der Knotenpunkt für die einmündenden Verkehre weit einsehbar sei. Vor diesen Hintergründen fehle dem LBM eine Rechtfertigung, die Planungen für einen Kreisverkehr aufzunehmen. Dies auch insbesondere vor dem Hintergrund der zur Verfügung stehenden sehr begrenzten Straßenbaumittel, die zur Entschärfung einschlägiger Unfallhäufungsstellen konzentriert werden müssten. Ungeachtet dessen stellte LBM-Chef Knoop noch eine verkehrsberuhigende Maßnahme in Schornsheim in Aussicht. „Damit die bereits heute ausgewiesene Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Kilometer pro Stunde eingehalten wird, ist eine bauliche Mittelinsel im Bereich der Linksabbiegespur in Planung".
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